
Netsoins ist eine Software für elektronische Benutzerdossiers (DUI), die in den EHPADs der Gruppe Colisée eingesetzt wird. Sie zentralisiert die administrativen, medizinischen und paramedizinischen Daten jedes Bewohners in einer einzigartigen Weboberfläche. Für die Pflegekräfte verändert der Umstieg auf dieses Tool die Art und Weise, wie Pflegeleistungen dokumentiert, klinische Informationen übermittelt und Interventionen zwischen Pflegehelfern, IDE, IDEC und koordinierenden Ärzten koordiniert werden.
Generative KI und DUI Netsoins: Was die Vorschriften seit 2026 verbieten
Kein Konkurrent spricht dieses Thema an, obwohl es direkt die Pflegekräfte betrifft, die Netsoins täglich nutzen. Die Versuchung, ein öffentliches KI-Tool zu verwenden, um schneller eine gezielte Übertragung oder einen Bericht zu erstellen, besteht. Der rechtliche Rahmen ist mittlerweile klar.
Jeder Inhalt, der in das DUI eingegeben wird, unterliegt dem Prinzip des Respekts der Privatsphäre und des Geheimnisses der Informationen, wie es in Artikel L.311-3 des CASF festgelegt ist. Ein von einem öffentlichen KI-Tool generierter Bericht darf nicht direkt in Netsoins eingegeben werden: Er muss von einem befugten Fachmann überprüft und genehmigt werden, da jede KI-Ausgabe als Vorschlag betrachtet wird, der Fehler enthalten kann.
Die Einrichtungen von Colisée werden aufgefordert, die Nutzung öffentlicher KI-Tools für identifizierbare Gesundheitsdaten in ihrer IT-Charta ausdrücklich zu verbieten, es sei denn, sie sind in einen sicheren Kanal integriert (sichere Gesundheitsnachricht, DMP, dedizierter digitaler Raum). Konkret muss ein Pflegehelfer, der eine Übertragung in Netsoins erstellt, dies manuell tun oder, falls er ein Schreibwerkzeug verwendet, sicherstellen, dass das Tool in einer Umgebung gehostet wird, die den HDS- und RGPD-Normen entspricht.
Ein Benutzerhandbuch für Netsoins Colisée beschreibt die Schritte zur Eingabe und Validierung der Übertragungen, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Konformität mit dem digitalen Ségur: DUI-Pflichten für die EHPADs von Colisée
Netsoins ist Teil des Programms ESMS numérique, das von der CNSA und den ARS geleitet wird. Die 2026 gestartete Phase der Verallgemeinerung betrifft insbesondere den Bereich der Kinder mit Behinderungen, aber die EHPADs unterliegen weiterhin den Anforderungen des digitalen Ségur im Gesundheitswesen, das die Interoperabilität des DUI mit dem DMP und den sicheren Gesundheitsnachrichten vorschreibt.
Für die Pflegekräfte von Colisée hat diese Konformität eine direkte praktische Konsequenz: Die in Netsoins eingegebenen Daten können automatisch die gemeinsame medizinische Akte des Bewohners füllen. Das bedeutet, dass die Qualität jeder Eingabe (Vollständigkeit, Formulierung, Kodierung der Maßnahmen) über den internen Rahmen der Einrichtung hinausgeht.
Eine schlecht verfasste Übertragung oder eine falsch kodierte Maßnahme in Netsoins kann im DMP landen, das für den behandelnden Arzt, den Stadtapotheker oder das Krankenhauspersonal im Falle einer Überweisung zugänglich ist. Die Sorgfalt bei der Eingabe im DUI beeinflusst die Qualität des Pflegeverlaufs über die Mauern des EHPADs hinaus.
Netsoins und NETMobilität: Nachverfolgbarkeit der Pflege vor Ort
NETMobilität ist das mobile Modul von Netsoins, das für Fachkräfte entwickelt wurde, die direkt am Bewohner arbeiten. Auf Tablet oder Smartphone ermöglicht es die Eingabe von Pflegehandlungen, Vitalzeichen und gezielten Übertragungen direkt im Zimmer, ohne einen festen Arbeitsplatz aufsuchen zu müssen.
Was NETMobilität für den Pflegehelfer verändert
Die Eingabe in Echtzeit reduziert die Lücke zwischen der Durchführung einer Pflegehandlung und ihrer Nachverfolgbarkeit. Mit einem Papierheft oder einer verzögerten Eingabe am Ende der Schicht sind Vergesslichkeiten und Ungenauigkeiten häufig. NETMobilität beseitigt diese Lücke, indem es eine sofortige Validierung jeder Handlung ermöglicht.
Das Modul funktioniert im Online-Modus. Der Pflegehelfer öffnet die Akte des Bewohners, kreuzt die durchgeführten Maßnahmen an, fügt bei Bedarf eine Beobachtung hinzu und validiert. Der IDEC sieht die Aktualisierung in Echtzeit von seinem Arbeitsplatz aus.
Grenzen, die vor der Einführung bekannt sein sollten
- Die WLAN-Abdeckung der Einrichtung beeinflusst die Zuverlässigkeit von NETMobilität. Eine Funkloch in einem Flur oder auf einer Etage führt zu Synchronisationsfehlern und Datenverlust.
- Die Benutzerfreundlichkeit auf Smartphones ist für lange Übertragungen eingeschränkt. Pflegekräfte mit kleinen Bildschirmen ziehen es oft vor, zu ihrem festen Arbeitsplatz zurückzukehren, um längere Texte einzugeben.
- Die Verwaltung der Zugriffsrechte auf gemeinsam genutzten Geräten stellt ein Sicherheitsproblem dar: Jeder Pflegekraft muss sich nach der Nutzung abmelden, was in der Dringlichkeit der Pflege nicht immer eingehalten wird.

Dokumentenmanagement in Netsoins: Archivierung und Zugriff auf die Unterlagen des Bewohners
Das DUI beschränkt sich nicht auf Übertragungen und Verschreibungen. Netsoins integriert einen Bereich für elektronische Dokumentenverwaltung (GED), der es ermöglicht, administrative Unterlagen, Krankenhausberichte, gescannte Rezepte und Dokumente, die mit dem Lebensprojekt des Bewohners verbunden sind, zu archivieren.
Für die Pflegekräfte besteht die Herausforderung darin, ein Dokument schnell zu finden, wenn es benötigt wird. Ein Transfer in die Notaufnahme erfordert beispielsweise die Übermittlung des letzten medizinischen Berichts, der Liste der aktuellen Behandlungen und der Patientenverfügungen. Wenn diese Unterlagen korrekt in Netsoins abgelegt sind, kann der IDEC sie in wenigen Klicks abrufen. Wenn sie zwischen einem Papierordner, einem E-Mail-Postfach und dem DUI verstreut sind, verlängert sich die Suchzeit und das Risiko des Vergessens steigt.
Die beste Praxis besteht darin, jedes Dokument sofort nach Erhalt zu digitalisieren und zu integrieren, wobei die vom Unternehmen festgelegte Klassifikationsnomenklatur zu beachten ist. Ein Dokument, das nicht im DUI integriert ist, existiert für den Pflegekraft, der es um 3 Uhr morgens benötigt, nicht.
Transparenzindikatoren in EHPADs und die Rolle des DUI
Seit kurzem müssen EHPADs jährlich drei Indikatoren zu den Rahmenbedingungen und der Qualität der Betreuung veröffentlichen. Diese Daten, die dazu dienen, die Wahl der Familien zu informieren, basieren auf den im Informationssystem der Einrichtung konsolidierten Informationen.
Netsoins, als zentrales DUI, stellt die primäre Quelle für mehrere dieser Indikatoren dar. Die Vollständigkeit der Bewohnerakten, die Nachverfolgbarkeit der Maßnahmen und die Aktualisierung der personalisierten Projekte fließen direkt in die veröffentlichten Daten ein. Für die Pflegekräfte verstärkt dies die Pflicht zur Sorgfalt bei der täglichen Eingabe: Jedes leer gelassene Feld oder jede nicht nachverfolgte Maßnahme kann die Indikatoren der Einrichtung potenziell verschlechtern.
Das DUI ist nicht mehr nur ein internes Koordinationswerkzeug. Es wird zu einem Instrument der öffentlichen Rechenschaftspflicht, was die Wahrnehmung der Pflegekräfte von ihrer Eingabetätigkeit verändert.